Stephan Koop

Heilpraktiker Psychotherapie,
 Motivations- und
Persönlichkeitstrainer


 

 
 

 

Depressionen


Fühlen Sie sich auch manchmal ohne Antrieb, ohne Elan, fertig mit der Welt oder empfinden Sie keine Freude? Das sind bereits echte Anzeichen einer Depression. Und diese Symptome werden von anderen Menschen auch noch als Schwäche und mangelnde Willenskraft missverstanden. Doch das sind schon erste Anzeichen einer schweren seelischen Erkrankung. Es Depressionkann aber auch keine Depression vorliegen. Denn zuerst einmal ist es gut und auch normal, dass ein Mensch sich Gedanken über sein Leben und seine Zukunft macht. Es stellen sich Fragen zum Arbeitsplatz oder der Lebensführung. Oder zur Stabilität der privaten Situation. Werden diese Fragen und grübelnden Gedankengänge irgendwann zu einem schweren Hindernis im Leben, kann es einen Menschen schwer verunsichern. Falls dieser Zustand länger als zwei Wochen ununterbrochen andauert, dann gilt es aufmerksam zu werden, denn es könnte tatsächlich bereits eine depressive Verstimmung vorliegen. 

Sich deprimiert und niedergeschlagen zu fühlen, sind normale Reaktionen auf Belastungen im Alltag. Die Gründe sind unüberschaubar: Stress am Arbeitsplatz, finanzielle Sorgen, Beziehungskrach oder etwas ganz Anderes. Im Allgemeinen gelingt es uns, mit diesen Spannungszuständen gut fertig zu werden, wir können Verunsicherung und Niedergeschlagenheit überwinden und unseren Gefühlshaushalt wieder stabilisieren. Grundsätzlich unterliegen Menschen Stimmungsschwankungen. Meistens gehen sie genauso schnell vorbei, wie sie gekommen sind. Doch das ist bei Menschen mit einer Depression gänzlich anders. So ist ihr gesamter Alltag von Schwermut und Niedergeschlagenheit besetzt. Die Ursachen dafür sind facettenreich und bisweilen nicht eindeutig auszumachen. Tatsache ist: eine Depression ist ein ernstes Gesundheitsproblem, das eine zielgerichtete Behandlung erforderlich macht. 

Rund zehn Prozent der Bevölkerung erkrankt im Laufe des Lebens an Depressionen. Darüber lesen wir täglich viele Gerüchte und Irrtümer über Depressionen. Das sind eben auch zehn Prozent der Arbeitnehmer, die im Laufe ihres Berufslebens an einer Depression leiden. Und psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit! Depressive Berufstätige könnten zwar Hilfe bekommen, doch sehr viele halten ihre Erkrankung geheim. Denn die Kollegen können die Schwere der Erkrankung nicht immer erkennen oder einschätzen. Und Arbeitgeber niemandem kündigen, weil er an Depression erkrankt ist. 

Die Perspektive in Betracht zu ziehen, an einer Depression zu leiden, fällt sicher schwer. Mancher macht sich selbst Vorwürfe wie „Stell dich nicht so an!", oder sie sagen sich: „Ich bin doch nicht verrückt oder krank, ich muss mich nur zusammenreißen und die Zähne zusammenbeißen." Irrtum! Dies ist der falsche Weg. Wichtig ist jetzt, jegliche Bedenken und falsches Schamgefühl abzulegen und  professionelle Unterstützung bei einem Psychotherapeuten zu suchen. Hier kann einerseits die Diagnose eindeutig gestellt werden und vielleicht auch weitere psychische Leiden, die mit einer Depression einhergehen können, aufgedeckt werden. Und vor Allem: Unter professioneller Anleitung kann der Weg aus der Depression und zurück ins Leben gefunden werden. 

Was sind denn überhaupt Depressionen?

Eine Depression ist eine schwere seelische gesundheitliche Einschränkung. Wer an einer Depression erkrankt, der leidet unter einem anhaltenden Stimmungstief, aus der er sich meist nicht mehr selbst befreien kann.

Der Begriff Depression kommt vom lateinischen „deprimere“ und bedeutet so viel wie „herunter- oder niederdrücken“. Dieser Zustand kommt besonders häufig in der Pubertät vor, dauert einige Minuten, Stunden oder Tage und ist leider normal. Das sind hormonbedingte Stimmungstiefs, die sich mit der Zeit wieder legen. Bleiben diese Stimmungen jedoch über längere Zeit erhalten oder treten sie in Phasen ohne äußeren Anlass auf, dann kann es sich um eine Depression handeln.

Im Unterschied zu einer gelegentlichen depressiven Verstimmung oder Traurigkeit ist es bei einer Depression kaum möglich, ein normales Leben zu führen. Gedanken, Gefühle, Verhalten und auch körperliche Vorgänge sind stark verändert. Diese Depression verschwindet nicht einfach wieder und muss von einem Arzt behandelt werden. Ärzte werden eine Therapie und Medikamente dagegen verschreiben.

Die Betroffenen empfinden eine quälende innere Verstimmung – volkstümlich auch "Gemütskrankheit" genannt – sowie Leere, Hoffnungs- und Antriebslosigkeit oder auch Angst. Eine Depression wird in der Psychiatrie auch als affektive Störung bezeichnet (Affekt = Gefühlszustand, Stimmung). Dies sind psychische Störungen, bei denen es zu Abweichungen der normalen Stimmung kommt. Sie beeinträchtigen wie kaum eine andere Erkrankung in fundamentaler Weise Lebensqualität, Erlebnis- und Leistungsfähigkeit der Betroffenen.

Die Patienten fühlen sich sehr niedergeschlagen, verlieren ihre Interessen und sind erschöpft und antriebslos. Diese Gefühle beeinträchtigen zunehmend zentrale Lebensfunktionen, können zu Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Libidoverlust und Konzentrationsstörungen führen und auch von körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen oder Magendrücken begleitet werden. Oft sind Beschwerden zu bestimmten Tageszeiten besonders belastend. Als typisch gilt das "Morgentief" mit einer leichten Besserung gegen Abend.

Die Depression unterscheidet sich von normalen Gefühlen der Erschöpfung, Mutlosigkeit und Trauer, die als Reaktion auf konkrete Probleme entstanden sind. Solche Stimmungstiefs sind allgemein jedem bekannt. Sie sind vorrübergehend, sobald die auslösenden Ereignisse konstruktiv verarbeitet sind – sobald zum Beispiel der Schmerz über den Verlust eines nahe stehenden Menschen nachlässt oder die Überlastung bei der Arbeit abnimmt. Depressions-Symptome können denen einer tiefen Trauer ähneln. Es gibt aber entscheidende Unterschiede. Dazu gehört, dass im Gegensatz zur Depression in einem Trauerfall die deprimierte Stimmung nicht immer gleich stark bleibt. Die meisten Trauernden sind trotz ihres Verlustes in der Lage, zwischendurch zu lachen und Freude zu empfinden. Das können Menschen mit einer Depression nicht. Zudem verbessert sich die Stimmung von Trauernden in der Regel mit der Zeit. Die Trauer kann durch den Gedanken an den Verlust zwar schlagartig wiederkehren. Doch nach und nach wird ein trauernder Mensch sich wieder zunehmend an schönen Erlebnissen erfreuen. Auch die Unterstützung von Freunden und Familie kann ihm ein Trost sein. In manchen Fällen geht eine Trauerreaktion jedoch in eine Depression über. 

Wie erkennt man eine Depression?

Die Niedergeschlagenheit will einfach nicht mehr weichen. Jeder noch so alltägliche Handgriff wird zum regelrechten Kraftakt und Gedanken wie „Ich kann einfach nicht mehr“, „Ich habe keine Kraft mehr“ sind vorherrschend. Jetzt ist eine ehrliche Selbstbeobachtung gefragt. Es gibt einige Symptome, die für eine Depression charakteristisch sind. Wie stark diese Symptome ausgeprägt sind und ob sie alle oder nur zum Teil auftreten, ist individuell unterschiedlich. Dennoch lohnt es sich, genauer hinzusehen und das eigene Verhalten und Denken genauer zu hinterfragen, wenn man eine Depression bei sich vermutet.

Das tückische an einer Depression ist, dass sie gar nicht so leicht zu erkennen und zu diagnostizieren ist. Oft wissen die Betroffenen gar nicht, dass sie unter einer Krankheit leiden. Denn die Beschwerden und Symptome sind nicht immer eindeutig. Depressive Menschen haben Konzentrationsprobleme, fühlen sich ausgebrannt, sind reizbar oder hypersensibel, gefühllos, leiden an körperlichem Unwohlsein oder Appetitlosigkeit. Oft auch unter Versagensangst. Schließlich ist all das „nur psychisch“ bedingt. Doch: wer unter Depressionen leidet, ist krank und braucht intensive Zuwendung.

Doch viele Betroffene scheuen sich, den Arzt auf ihre Probleme anzusprechen, was grundsätzlich falsch ist. Psychische Leiden sind nichts wofür man sich schämen müsste, sondern Krankheiten wie andere auch: die Depression zählt mit Herzinfarkten und Krebs sogar zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Eine möglichst frühzeitige, individuelle Diagnose ist daher entscheidend.

Innere Leere und Verlust von Interessen: Charakteristisches Anzeichen einer Depression ist auch, dass der Betroffene weder Freude noch andere Gefühle empfindet. Innerlich fühlt er sich leer und gefühlstot. Das Interesse an sozialen Kontakten, an Arbeit und Hobbys erlischt. Aufmunterungsversuche durch die Mitmenschen haben keinen Effekt. Auch positive Erlebnisse verbessern die Stimmung nicht. Alles erscheint ihnen hoffnungslos, sodass einige den Willen zum Leben verlieren.

Antriebslosigkeit und Müdigkeit: Alltägliche Aufgaben zu bewältigen, fällt depressiven Menschen schwer oder wird sogar unmöglich. Sie fühlen sich ständig geistig und körperlich erschöpft. Selbst das morgendliche Aufstehen wird zum Kraftakt, sodass dass manche das Bett gar nicht mehr verlassen. 

Die Krankheit besteht über längere Zeit und bessert sich ohne Behandlung meist nicht von alleine. Anders als Traurigkeit und Lustlosigkeit, die zum Leben dazugehören, verschwindet eine Depression nicht nach einiger Zeit von alleine und bessert sich auch nicht durch Ablenkung oder Aufmunterung. Depressionen sind also schwere seelische Erkrankungen, die unbedingt professionell behandelt werden sollten. 

Wie entstehen Depressionen?

Wie eine Depression entsteht, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Man geht aber davon aus, dass dabei immer mehrerer Faktoren zusammenspielen - innere und äußere. Dazu gehören biologische, genetische und psychosoziale Auslöser. Wie groß der Einfluss der verschiedenen Faktoren ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Wieso Menschen depressiv werden, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Besondere und extrem belastende Lebensumstände und Kummer können eine Depression auslösen. Wissenschaftler haben beobachtet, dass meist eine Vielzahl von Faktoren zusammen spielen und eine Depression auslösen können. Viele Menschen erkranken in Übergangsphasen ihres Lebens, wenn sie eine neue Rolle übernehmen – als Student, Berufseinsteiger, Mutter, Rentner oder Witwer. Manche rutschen nach einer Beförderung, einem Umzug oder einem Urlaub in eine Depression.

Verbreitete Ursachen für Depressionen sind einschneidende Erlebnisse beziehungsweise eine grundlegende Veränderung der Lebenssituation. Hierzu kann der Verlust eines Partners zählen (Trennung, Tod) oder ein Schicksalsschlag, etwa das Erleiden einer schweren Krankheit. Auch länger anhaltende Belastungen können Auslöser für eine Depression sein.Beispiele hierfür wären etwa Konflikte in der Familie, dem Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz. Auch eine dauerhafte berufliche Über- oder Unterbelastung kann zur Depression führen. Genauso kann für Angehörige, die die Pflege eines Familienmitgliedes übernehmen, die damit verbundene Belastung ein Auslöser sein, dem durch Entlastungsphasen entgegengewirkt werden sollte. Trotz klarer Symptome ist der Grund für eine Depression nicht immer offensichtlich. Auch im Alter kann das Risiko, an einer Depression zu erkranken, steigen. 

Ob man anfällig ist, depressiv zu werden, hängt auch von der genetischen Disposition ab. Zwar sind Depressionen nicht direkt vererbbar, jedoch erhöhen bestimmte genetische Merkmale das Risiko, an einer Depression zu erkranken. Neben der genetischen Disposition können auch einseitig negative Denkmuster dazu beitragen, dass eine Person depressiv wird. Während der Depression ist das pessimistische Denken in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten, die Umwelt und die persönliche Zukunftsperspektive noch stärker ausgeprägt.

Doch es sind nicht immer das Schicksal oder die Gene: Auch die persönliche Lebenseinstellung hat einen Einfluss auf das Depressionsrisiko. Menschen, die schlecht von sich und über die Welt denken und für die Zukunft schwarzsehen, erkranken eher. Ein gutes Selbstwertgefühl und Optimismus schützen hingegen vor Depressionen. Dafür kann man etwas tun: Negative Denkmuster und Vorstellungen lassen sich durch entsprechende Übungen positiv verändern.

Bei Menschen mit hoher Verletzlichkeit kann schon wenig Stress eine Depression nach sich ziehen. Ist die Verletzlichkeit aber gering, können Menschen auch sehr belastende Ereignisse gut bewältigen. Solche Personen bezeichnet man als resilient, also widerstandsfähig. Nicht nur die objektive Schwere der Belastung entscheidet also, ob ein Mensch an einer Depression erkrankt.

Erheblichen Einfluss haben auch die Erfahrungen, die ein Mensch in seinem Leben gemacht hat. Ein besonders großes Risiko, eine Depression zu entwickeln, haben beispielsweise Personen, die traumatischen Erlebnisse wie Missbrauch oder Vernachlässigung in der Kindheit erlebt haben. Entscheidend ist aber auch, welche Fähigkeiten ein Mensch erworben hat, um mit belastenden Situationen fertig zu werden.

Tatsächlich weiß man, dass Stress bei der Entstehung einer Depression eine entscheidende Rolle spielt. Umgekehrt verursacht eine Depression auch selbst Stress. Beispielsweise durch den Verlust von Lebensqualität, aber auch wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann oder Spannungen mit dem sozialen Umfeld auftreten. Manche Lebenshasen sind aus ihrer Natur heraus mit verstärktem Stress verbunden. Dazu gehört beispielsweise die Pubertät oder auch der Eintritt in die Rente. In solchen Phasen steigt das Depressionsrisiko. Auch einschneidende Lebensereignisse sind belastend. Dazu gehören negative Erfahrungen wie Jobverlust, Trennung oder eine schwere Krankheit. Allerdings verursachen auch positive Ereignisse Stress: Auch bei einer Beförderung, der Geburt eines Kindes oder einer Hochzeit steigt die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken. 

Unterschiedliche Anfälligkeit zwischen Männer und Frauen:

Frauen erkranken etwa doppelt so häufig an einer Depression wie Männer. Eine mögliche Erklärung ist, dass Frauen aufgrund hormoneller Schwankungen gefährdeter sind, beispielsweise vor der Menstruation. Starke hormonelle Veränderungen bringt auch eine Schwangerschaft mit sich, die bei einigen Frauen in eine Schwangerschaftsdepression führt. Die sogenannte Wochenbettdepression oder postpartale Depression trifft ebenfalls viele Frauen. Auch ein niedriger sozioökonomischer Status ist ein Risikofaktor für Depressionen – und es leben mehr Frauen in Armut als Männer.

Hinzu kommt, dass Depressionen bei Männern seltener entdeckt werden. Manche scheuen sich, Schwäche zu zeigen und Hilfe zu suchen. Sie haben aber auch zum Teil untypische Symptome wie aggressives und exzessives Verhalten. Bei Männern äußern sich Depressionen häufig untypisch. Unter anderem weisen aggressives, riskantes Verhalten und vermehrter Alkoholkonsum auf eine Depression hin. Ein Grund könnte sein, dass sie die depressiven Gefühle als schwach und unmännlich empfinden und daher anders ausleben. Es gibt zahlreiche Hinweise dafür, dass die Depressionsrate von Männern unterschätzt wird. Denn obwohl eine Depression bei Männern nur halb so häufig wie bei Frauen diagnostiziert wird, ist die Suizidrate bei Männern mindestens dreimal höher als die der Frauen. Die Vorstellung, dass eine Depression als psychische Störung vor allem Frauen betrifft, ist mehr ein gesellschaftliches Stereotyp und hat mit der Realität wenig zu tun. Auch heute noch wird vielen Jungen vielerorts vorgelebt, dass Männer nicht weinen und ihre Gefühle nicht zeigen. Die Rolle des Mannes, des Beschützers, des Ernährers - der Beruf, Familie und Freizeit im Griff hat, wird vielfach kultiviert.

Dabei ist es gerade oftmals der Wandel des männlichen Rollenbilds, der Männer in die Depression führt. Alte Werte, die den Mann als Beschützer und Alleinversorger einer Familie sehen, verschwinden zunehmend. Der Druck, diese Erwartungen nicht mehr erfüllen zu können, führt bei Männern vermehrt zu Depressionen. Dies haben Forscher in den USA herausgefunden. Das bröckelnde Patriarchat lässt Männer in die Depression und in Ehekrisen schlittern. Auf der anderen Seite führt auch der Druck, genau diese Erwartungen erfüllen zu müssen, zu Depressionen. Geldprobleme, Angst um den Job, eine perspektivenlose Arbeit, unerfüllte Sehnsüchte, Probleme in der Familie und Einsamkeit können ebenfalls Ursachen für Depressionen bei Männern sein.

Für die wesentlich geringere Anzahl diagnostizierter Depressionsfälle bei Männern ist auch das geschlechtsspezifische Krankheitsverhalten verantwortlich. Frauen sind besser über das Thema informiert und auch offener im Gespräch mit Dritten. Männer suchen generell seltener als Frauen einen Arzt auf, bei psychischen Leiden zeigt sich das noch ausgeprägter als bei physischen. Stattdessen neigen Männer dazu, Probleme zu verbergen und zu maskieren. Nur jeder dritte Mann würde mit anderen über seine Depression sprechen - bei Frauen ist es jede Zweite. Männer glauben viel häufiger, dass Depression ein gesellschaftliches Tabu ist. Jeder Zwölfte würde sie sogar gänzlich verschweigen, was doppelt so häufig ist wie bei Frauen. Außerdem sind Männer auch weniger gut über die Krankheit informiert.

Während sich bei Frauen eine Depression üblicherweise durch Schwermut, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit zeigt, weisen Männer oft ein anderes Krankheitsverhalten und andere Bewältigungsversuche auf. Häufig spüren depressive Männer zwar einen inneren Druck und vielleicht ein andauerndes Gefühl von Überbelastung und Erschöpfung. Krank im eigentlichen Sinne fühlen sie sich aber nicht. Bewusst oder unbewusst bauen sie die Spannung ab: Die Stresstoleranz sinkt, sie sind gereizt, reagieren aufbrausend und verlieren die Beherrschung. Aggressivität und oft auch Gewalttätigkeit, für ihre Persönlichkeit untypisch, können auftreten. Die nicht diagnostizierte Depression wird durch verstärkten Konsum von Alkohol oder Nikotin kompensiert, oft auch durch exzessive sportliche Tätigkeiten oder blinden Aktivismus. Dies sind die erkennbaren Symptome einer möglichen Männerdepression. Sie werden in unserem Verständnis aber in der Regel nicht mit einer Depression in Zusammenhang gebracht, sondern eher mit einer Persönlichkeitsstörung oder Neurose. Dabei sind die klassischen Depressions-Symptome, wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Erschöpfung und Schlaflosigkeit im Hintergrund oft bereits vorhanden. Nach wie vor bleiben viele Erkrankungen lange Zeit unerkannt, weil Männer – wenn überhaupt – häufig erst dann einen Arzt konsultieren, wenn die klassischen Symptome auftreten. 

Auftreten körperlicher Beschwerden:

häufig versteckt sich die Erkrankung auch hinter vermeintlich rein körperlichen Beschwerden, wie beispielsweise Magen-, Kopf- oder Rückenschmerzen. Nicht selten deuten die Betroffenen typische Symptome der Depression als normale Stimmungsschwankungen oder führen sie auf physische Krankheiten zurück. So werden nur die körperlichen Leiden behandelt, die psychischen bleiben lange unentdeckt.

Depressionen gehen oft mit körperlichen Beschwerden einher, die keine erkennbare organische Ursache haben. Solche Symptome nennt man somatisch. Typische körperliche Symptome sind beispielsweise Herz-Kreislauf-Beschwerden, Kopf- und Rückenschmerzen, Magen- und Darmprobleme, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, seltener auch stärkerer Appetit, Morgentief, sexuelle Unlust.

Manchmal stehen die körperlichen Beschwerden sogar so stark im Vordergrund, dass die Depression nicht gleich erkannt wird. Mediziner sprechen dann von einem somatischen Syndrom. Die körperlichen Symptome treten phasenweise auf und klingen mit der Behandlung der Depression wieder ab. Findet der Arzt keine organische Ursache für die Beschwerden, kann er durch genaues Nachfragen die versteckte Depression als eigentliche Ursache enthüllen. Ist das der Fall, wird er eine sogenannte Somatisierungsstörung diagnostizieren. Das bedeutet nicht, dass die Patienten sich die Beschwerden nur einbilden, sondern nur, dass sich die Depression in körperlicher Form äußert.

Außerdem begünstigen Depressionen sogenannte somatoforme Störungen. das sind chronische Beschwerden, für die sich keine organische Ursache finden lässt. Dazu gehören vor allem Schmerzen, beispielsweise im Rücken, Bauch oder den Gelenken. Aber auch Verdauungsstörungen, Herzprobleme oder Atemprobleme können somatoform sein.

Eine schwere depressive Episode wird manchmal von Wahnvorstellungen und Halluzinationen begleitet. Die Patienten leiden dann beispielsweise unter Verfolgungswahn oder Zwangsgedanken. Solche wahnhafte Depressionen sind besonders schwer zu behandeln. Neben Antidepressiva werden dazu auch antipsychotische Medikamente eingesetzt. 

Was tun bei einer Depression?

Vielen Menschen fällt es schwer, mit dem Arzt über ihre seelischen Probleme zu sprechen. Psychische Erkrankungen sind für manche Betroffene sogar noch immer mit einem Tabu belegt, etwas, für das sie sich schämen – eine Irrmeinung, die Ärzte und Selbsthilfegruppen vor allem mit Offenheit und Aufklärung aus der Welt schaffen möchten. Depressionen sind Krankheiten wie andere auch, jeden kann es treffen, und jeder sollte sich helfen lassen.

Wer an sich, Freunden oder Verwandten Zeichen einer Depression bemerkt, die länger als zwei Wochen anhalten und durch äußere Umstände kaum beeinflussbar sind, der sollte nicht zögern, mit dem Arzt oder einem Therapeuten darüber zu sprechen – beziehungsweise den Vertrauten offen ansprechen und darin zu bestärken, einen Arzt aufzusuchen. Denn eine korrekte, individuelle und möglichst frühe Diagnose von Depressionen macht eine erfolgreiche Behandlung sehr wahrscheinlich und vermindert die Gefahr von Rückfällen.

Wenn der Verdacht besteht, dass man an einer Depression erkrankt ist, sollte man sich nicht scheuen, einen psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten aufzusuchen. Hier kann die Diagnose einer Depression und ggf. auch anderer psychischer Erkrankungen (Zwänge, Angststörungen oder ähnliches, die häufig mit einer Depression einhergehen) eindeutig gestellt und die richtige Behandlung der Depression eingeleitet werden.

Ausschlaggebend für den Erfolg einer Psychotherapie ist neben der Erfahrung des Psychotherapeuten auch die Tatsache, ob Sie und der Therapeut zusammen passen. Am Beginn einer Psychotherapie stehen deshalb fünf probatorische Sitzungen. Sie dienen der exakten Diagnose und dem gegenseitigen Kennenlernen. Hier haben Sie die Möglichkeit zu prüfen, ob Sie mit dem Therapeuten zurechtkommen, ob die "Chemie" stimmt. Und der Therapeut prüft gleichfalls, ob er mit Ihnen arbeiten kann.

Unterstützung Angehöriger mit Depressionen:

vielleicht leiden Sie nicht selbst an Depressionen, sondern Ihre nahen Angehörigen. Vielleicht haben Sie den Eindruck, ein Ihnen nahestehender Mensch leidet unter Depressionen? Dann sollten Sie ihn ermutigen, darüber mit einem Arzt oder gleich einem Therapeuten zu sprechen.

Wenn Freunde oder Familienangehörige an einer Depression erkranken, beginnt nicht nur für die Betroffenen selbst eine schwierige Zeit. Denn die Depression ist eine Erkrankung, die einen Menschen völlig verändern kann. Ein ursprünglich lebenslustiger und positiv eingestellter Mensch entwickelt plötzlich schwere Schuldgefühle, fühlt sich innerlich leer und hoffnungslos. Die Erkrankung raubt ihm jeden Schwung.

Mit dieser Veränderung umzugehen und sie zu akzeptieren, ist nicht leicht, und Nicht- Betroffene stehen der Erkrankung und dem Patienten oft hilflos gegenüber. Dazu kommt, dass es sehr schwer ist, einen nahe stehenden Menschen leiden zu sehen. Es können aber auch leicht Gefühle des Ärgers oder der eigenen Schuld entstehen, vor allem wenn die Erkrankung im Kontext mit familiären Konflikten auftritt. Dauert die Erkrankung längere Zeit, fühlen sich Angehörige zudem häufig überlastet und erschöpft, da sie eine Vielzahl der alltäglichen Aufgaben des Betroffenen übernehmen müssen.

In diesem Gefüge aus Sorge, eigener Überlastung und möglicherweise Ärger über den Patienten, der sich gedanklich immer um dieselben Probleme zu drehen scheint, besteht die Gefahr, dass die Beziehungen zwischen dem Patienten und seinen Angehörigen oder Freunden leiden. Entsprechend ist es wichtig, dass sich Angehörige und Freunde über ihre Rolle gegenüber dem depressiv Erkrankten klar werden und den Umgang miteinander im Alltag erlernen.

Wenn der betroffenen Person dazu der Antrieb fehlt, dann sollten Sie vielleicht die Hilfe einleiten und Ihren Angehörigen sogar begleiten. Denn es ist wichtig, schnell zu handeln! Eine Depression verschwindet meist nicht einfach, sondern sie verschlimmert sich eher, wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird.

Grundvoraussetzung für den richtigen Umgang mit einem depressiv erkrankten Menschen ist, dass sich alle Beteiligten versuchen klar zu machen, dass niemand „Schuld“ trägt an der Erkrankung – weder sie selbst noch der Patient. Dabei hilft vor allem, sich möglichst umfangreich über die Krankheit Depression zu informieren, Hilfe und Unterstützung bieten auch Selbsthilfegruppen und Informationsmaterialien, die beispielsweise von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe oder der Bundesärztekammer zur Verfügung gestellt werden.  

Vielen depressiven Menschen fällt es schwer, die eigene Denk- und Handlungsweise noch objektiv zu beurteilen bzw. sich professionelle Unterstützung zu suchen. Zu tief ist das dunkle Loch, in dem sie sich befinden. Hier ist auch die aktive Mitarbeit von Freunden und Angehörigen gefragt. Häufig können sie von außen den entscheidenden Anstoß geben, um die richtigen Schritte einzuleiten. 

Denken Sie aber auch an sich selbst: einen depressiven Angehörigen zu unterstützen, ist sehr kraftraubend. Die düstere Stimmung, die ständige Antriebslosigkeit und der Verlust an Interesse – auch gegenüber Partner, Familie und Freunden – kann die eigene Lebensfreude sehr beeinträchtigen. Dann müssen Sie Geduld, Zuwendung und Unterstützung geben, ohne viel zurückzubekommen. Und vielleicht ohne dass sich die Situation schnell deutlich verbessert. Das ist belastend und frustrierend. Daher ist es ganz normal, dass Angehörige sich hilflos und wütend fühlen und gleichzeitig Schuldgefühle empfinden. Gestehen Sie sich diese Gefühle zu. Nicht nur Ihr Angehöriger ist von der Krankheit betroffen, sondern auch Sie! Als Angehöriger können Sie sich daher gerne bei mir Hilfe suchen. 

Informieren Sie sich zunächst bei mir über das Krankheitsbild Depression. Ein tieferes Verständnis der Krankheitshintergründe und -mechanismen ist sehr wichtig für den richtigen Umgang mit der Erkrankung. Nur so können Sie verstehen, dass es einem depressiven Menschen nicht möglich ist, sich zusammenzureißen, und dass Aufmunterungsversuche nicht helfen können.

Wie werden Depressionen therapiert?

Depressionen werden in einem Arzt-Patienten-Gespräch diagnostiziert. Dabei erzählt der Patient zunächst von seinem Befinden und möglicherweise vorhandenen Beschwerden. Der Mediziner versucht durch gezieltes Nachfragen herauszufinden, ob eine Depression vorliegt. Ergänzend können psychologische Tests eingesetzt werden. Die Behandlung von Depressionen ist so komplex wie die Erkrankung selbst. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Stimmung des Betroffenen zu verbessern und zu einer dauerhaften Steigerung der Lebensqualität beizutragen. Dies kann in den meisten Fällen durch eine ambulante Therapie erreicht werden. Liegt eine stärker ausgeprägte Depression oder eine suizidale Tendenz vor, kommt eine stationäre Behandlung in Frage.

Eine zügige Behandlung ist wichtig, denn die Betroffenen leiden sehr unter ihrem Zustand. Zudem wird die Therapie schwieriger und das Risiko, dass die Krankheit chronisch wird, wächst. Abhängig von der Schwere der Krankheit werden Depressionen in der Regel mit einer Psychotherapie, antidepressiven Medikamenten oder eine Kombination aus beidem behandelt. Die Kombinationstherapie ist besonders bei chronischen und wiederkehrenden Depressionen angezeigt. Auch bei schweren Depressionen empfehlen Experten eine Kombination beider Behandlungsansätze. Bei einer Psychotherapie sind über Monate hinweg Geduld und Engagement des Patienten gefordert. Wer sich darauf einlässt, kann seine Depression aber oft langfristig überwinden und seine psychische Stabilität insgesamt verbessern.

Bei der interpersonellen Therapie hilft der Therapeut dem Patienten, Ereignisse, die die Depression ausgelöst haben können, zu erkennen und zu erklären. Das kann der Verlust einer nahe stehenden Person sein aber auch Rollenkonflikte, Umstellungen, soziale Isolation oder Defizite in der sozialen Kompetenz können als Auslöser wirken. In dieser Kurzzeit-Therapie - sie umfasst 16 bis 20 Sitzungen mit je 50-minütiger Dauer werden dem Patienten Techniken vermittelt, die es ihm ermöglichen, mit dem Verlust nahe stehender Personen umzugehen, Rollenkonflikte zu lösen, Kommunikationsdefizite auszugleichen oder eine Distanz zu verletzenden Worten und Beziehungen zu bekommen. Die IPT kann einzeln angewandt oder in Verbindung mit einer medikamentösen Behandlung eingesetzt werden. Sie hilft aber auch, Rückfälle nach einer depressiven Phase zu verhindern.

Damit Depressionen gezielt und erfolgreich behandelt werden können, muss auf Basis einer professionellen Diagnose eine individuelle Behandlung in Anspruch genommen werden. Der Psychotherapeut ist sowohl für Diagnose als auch Einleitung der Behandlung der richtige Ansprechpartner. Auch wenn es Überwindung kosten mag – der Weg zu einem Profi kann helfen, die Krise in den Griff zu bekommen.

Bei einer kognitiven Verhaltenstherapie sucht der Patient mit Unterstützung des Therapeuten Wege, um aus der Depression herauszufinden. Dazu werden unter anderen negative Gedanken, Muster und Überzeugungen aufgedeckt, auf ihre Richtigkeit überprüft und gegebenenfalls durch neue, positivere Denkweisen ersetzt. Psychodynamische Psychotherapien dagegen basieren auf der Vorstellung, dass Depressionen oft durch Verlust- und Kränkungserlebnisse ausgelöst werden, die nicht richtig verarbeitet werden konnten. Diese sollen im Verlauf der Therapie aufgearbeitet werden. Zu den psychodynamischen Psychotherapien gehört die klassische Psychoanalyse ebenso wie die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Therapie mit Medikamenten 

Die Behandlung von Depressionen verschiedenster Ausprägung ist sehr wichtig, denn bei rechtzeitiger Behandlung gelten inzwischen 80 % als heilbar. Zunächst müssen Fachärzte die Ursachen und den Schweregrad der Depression feststellen und das mögliche Suizid-Risiko bestimmen. Als anschließende Behandlungsmethoden stehen Medikamente und/oder eine Psychotherapie im Mittelpunkt. Bedingung für alle Maßnahmen: Männer müssen sich einem Arzt anvertrauen, wenn sie hinter ihrer schlechten Stimmung eine Depression vermuten. Grundlage der Depressionsbehandlung ist das vertrauensbildende ärztliche Gespräch. Die Entscheidung, welche Therapiemaßnahmen im Einzelfall ergriffen werden, orientiert sich zum einen am klinischen Bild und zum anderen an den möglichen Ursachen der Erkrankung. Dabei steht eine Therapie mit Antidepressiva oder verschiedene Arten der Psychotherapie im Vordergrund.

Manche Patienten lehnen die Einnahme von Medikamenten ab. Sie versprechen sich ausschließlich von psychotherapeutischen Verfahren Besserung. In vielen Fällen schafft aber erst die Einnahme eines antidepressiv wirkenden Medikamentes die Voraussetzung für die notwendige psychische Stabilität, die für eine Gesprächstherapie grundlegend ist.

Insbesondere bei schwereren Fällen kann bei einer Depression die Gabe geeigneter Medikamente sinnvoll sein, um den Patienten zu stabilisieren und so eine günstige Basis für eine begleitende Psychotherapie zu schaffen. Keine andere Medikamentengruppe wird so kontrovers und emotional diskutiert wie Psychopharmaka, obwohl diese das Mittel der ersten Wahl bei vielen seelischen Erkrankungen sind. Viele Patienten fürchten sich insbesondere vor Nebenwirkungen, auch die Angst vor Abhängigkeit besteht. Fest steht allerdings: In vielen Fällen können Patienten von geeigneten Medikamenten, die neben stimmungsaufhellenden Effekten zum Beispiel auch angstlösend und antriebssteigernd wirken können, profitieren. Da sehr unterschiedliche Präparate zur Verfügung stehen, kann dabei auch die individuelle Verträglichkeit berücksichtig werden. Nicht zuletzt gibt es auch pflanzliche Wirkstoffe, die für ihren antidepressiven Effekt bekannt sind (z.B. Johanniskraut).

Mit Antidepressiva lassen sich die Symptome von Depressionen erfolgreich behandeln. Die Wirkung setzt jedoch oft erst nach Wochen ein. Die Medikamente werden meist bei schwereren Depressionen verordnet, oder wenn der Patient einer Psychotherapie ablehnend gegenübersteht. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass die Medikamente ihre erwünschte Wirkung entfalten. Jeder Mensch reagiert anders auf die Wirkstoffe: Manche profitieren sehr davon, bei anderen wirken sie kaum oder die Patienten bekommen vor allem die Nebenwirkungen zu spüren. Werden die Medikamente abgesetzt, besteht die Gefahr eines Rückfalls – insbesondere, wenn das abrupt erfolgt. Setzen Sie daher Antidepressiva nicht eigenmächtig ab, sondern besprechen Sie das Vorgehen mit Ihrem Arzt!

Zur Behandlung von Depressionen werden derzeit vor allem Selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) gegeben. Sie erhöhen den Spiegel des „Glückshormons“ Serotonin im Gehirn und wirken stimmungsaufhellend. Die Medikamente haben deutlich weniger Nebenwirkungen als ältere Medikamente. Typische Nebenwirkungen sind Übelkeit, innere Unruhe und sexuelle Funktionsstörungen.

Lithium ist zwar kein klassisches Antidepressivum, wird aber als Stimmungsstabilisierer häufig bei Depressionen eingesetzt. Es soll zudem die Suizidgefahr verringern.

Johanniskraut ist ein pflanzliches Heilmittel, das vor allem bei leichten bis mittelstarken Depressionen helfen kann. Problematisch sind die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. So beeinträchtigt Johanneskraut beispielsweise die Wirkung empfängnisverhütender Hormonpräparate. Bei Depressionen empfehlen Experten außerdem regelmäßiges körperliches Training. Dadurch lassen sich depressive Symptome erheblich reduzieren – sowohl kurzfristig als auch auf längere Sicht. Tatsächlich kann regelmäßiger Sport ähnlich gut wie ein Antidepressivum wirken. Erklärungen dafür sind der Abbau von Stress und möglicherweise eine Veränderung von Botenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin. Noch größere Wirkung könnte aber der psychologische Effekt von Sport entfalten: Die Patienten kommen aus der Spirale von Antriebslosigkeit und Rückzug heraus. Sie erleben, dass sie selbst etwas für ihr seelisches Wohlbefinden tun können. Das Selbstwertgefühl wird gestärkt und die Hoffnungslosigkeit verdrängt. Wer Sport in einer Gruppe treibt, profitiert zusätzlich von dem Gemeinschaftsgefühl und dem sozialen Kontakt, der sonst bei einer Depression meist immer seltener wird.

Eine leichte oder mittelschwere depressive Phase lässt sich oft durch eine ambulante Psychotherapie behandeln. Der stationäre Aufenthalt in einer Klinik ist vor allem bei einer schweren Depression notwendig. Medikamente, vielfältige psychotherapeutische Therapieangebote und eine intensive Betreuung in der Klinik helfen den Patienten, zu einem strukturierten Tagesablauf zurückzukehren. Besteht ein hohes Suizidrisiko, können depressive Menschen auch gegen ihren Willen in eine Klinik eingewiesen werden.


 

 

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Info – Abend Sinsheim

04.09.18   18.00 – 20.00
12.09.18   18.00 – 20.00

Eintritt frei
Voranmeldung erforderlich


Enspannungsmeditation
Sinsheim

Mo .10.09.18, 18.00 – 19.00
Di 11.09.18,  09.30 – 10.30
Do 13.09.18, 09.30 – 10.30
Fr  14.09.18, 18.00 – 19.00


Kompakt - Vorbereitungsseminar

(berufsbegleitend am Wochenende)
HPP 2018KT01

Jeweils samstags und sonntags
von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Ausbildungsgebühr
1,850.00 €


Intensiv – Prüfungsvorbereitung

(berufsbegleitend am Wochenende)
HPP 2018KT01

02.03.19 – 03.03.19
09.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Ausbildungsgebühr
249 €


Ausbildung Gesprächstherapie/
Gesprächsführung nach C. Rogers

für HPP 2018KT01
(Frühjahrsprüfung 2019)

06.04.19
09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

13.04.19
09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Ausbildungsgebühr
299 €


Optimal–Vorbereitungsseminar

(berufsbegleitend abends
und am Wochenende)
HPP 2018OP01:

Tageskurse jeweils samstags
von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Abendkurse Jeweils dienstags
von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Ausbildungsgebühr
1,850.00 €


Intensiv–Prüfungsvorbereitung

(berufsbegleitend am Wochenende)
HPP 2018OP01

28.09.19 – 29.09.19
09.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Ausbildungsgebühr
249 €


Ausbildung Gesprächstherapie/
Gesprächsführung nach C. Rogers

HPP 2018OP01
(Herbstprüfung 2019)

14.09.19
09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

21.09.19
09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Ausbildungsgebühr
299 €


 

 
 
 
 
 

 

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Institut für seelische Balance